Schrems II – Cloud Lösung in Aussicht? Microsoft will künftig Datenverarbeitung in Europa anbieten

Microsoft will nach zwei ergangenen Urteilen des Europäischen Gerichtshofs (Schrems / Schrems II), wonach die USA über kein vergleichbares Datenschutzniveau verfügen, in Zukunft eine Datenverarbeitung (komplett) in Europa anbieten.

Microsoft Kunden in der EU sollen künftig ihre Daten ausschliesslich in der Europäischen Union verarbeiten und speichern lassen können. „Wir werden Ihre Daten nicht ausserhalb der EU verschieben müssen“, kündigte Microsoft-Präsident Brad Smith am Donnerstag in einem Blog-Eintrag an.

Der Softwaregigant reagiert damit insbesondere auf die Aufhebung des sogenannten Privacy-Shields, welches durch den EuGH zu Fall gebracht wurde. Viele Unternehmen stehen seither vor erheblichen Problemen, da ein Datentransfer in die USA (und Drittländer) dadurch erheblich erschwert wurde. Wird dieser Schritt von Mircosoft die Lösung sein?

Das neue Microsoft-Angebot einer „EU-Datengrenze“ richtet sich an Kunden in Unternehmen und der öffentlichen Verwaltung, nicht an private Anwender. Die Verpflichtung werde für alle zentralen Cloud-Dienste von Microsoft gelten – Azure, Microsoft 365 (inklusive Microsoft Office und Teams) und Dynamics 365.


https://news.microsoft.com/de-de/unsere-antwort-an-europa-microsoft-ermoeglicht-speicherung-und-verarbeitung-von-daten-ausschliesslich-in-der-eu/

16 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen

Veranstaltung zum Thema Schadenersatz nach DSGVO

Am 23. September 2021 findet von 14:00 - 15:30 Uhr eine Veranstaltung zum Thema "Schadenersatz im Datenschutz - Eine Frage der Erheblichkeit.", statt, an der Expertinnen aus Deutschland, der Schweiz,

Weiteres Urteil zu Schrems II

Der belgische Staatsrat bestätigte, dass ein Vertrag mit einer EU-Niederlassung eines US-Unternehmens abgeschlossen werden darf, die AWS-Cloud-Dienste nutzt un dass damit nicht gegen die DSGVO verstos

Ankündigung Webinare zum Thema Cyber

Cyberangriffe sind in der heutigen Geschäftswelt leider bittere Realität. Die Frage ist weniger, ob ein Unternehmen Hackern zum Opfer fällt, sondern vielmehr wann. Die Anzahl der Attacken sowohl im pr